fremde Fischarten

Schwarzmundgrundel (Neogobius melanostomus)

Merkmale:

Rückenflossenstacheln (7-8), Rückenflossenweichstrahlen (12-17), Afterflossenstacheln (1), zu einem Saugnapf geformte Bauchflossen, schwarzer Fleck im hinteren Bereich der Rückenflossenstacheln, nach außen gewölbte Schwanzflosse, nestbewachendes Männchen kann tief schwarz gefärbt sein, bis 25 cm Länge.

Laichzeit:

Ende April–September, regelmäßiger Laichvorgang im Sommer (Mehrfachlaicher), Nestbewachung.

Lebensraum:

Fast überall lebensfähig, sowohl im Salz- und Brackwasser als auch im Süßwasser, bevorzugt steinigen, sandigen und bewachsenen Boden, lebt grundnah, sehr tolerant gegenüber Temperatur- und Sauerstoffschwankungen.

Lebensweise:

Kann massenhaft auftreten und große Teile der gesamten Fischbiomasse in einzelnen Gewässern ausmachen. Gilt außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes (hauptsächlich Schwarzes Meer) als invasiv und breitet sich in Deutschland und Europa rasant aus. Als teilweise intensiver Laichräuber kann die Schwarzmundgrundel die Bestände anderer Fischarten stark beeinflussen.

Nahrung:

Hauptsächlich Invertebraten (Muscheln, Schnecken, Krebse), aber auch Fische und Laich.

Schutzmaßnahmen:

Gebietsfremde Art!
Jede gefangene Schwarzmundgrundel ist unbedingt zu entnehmen!
Keinesfalls darf die Schwarzmundgrundel in ein anderes Gewässer verbracht werden!

Wolgazander (Sander volgensis)

Merkmale:

Kleiner als der gewöhnliche Zander (bis 45 cm Länge), ausgeprägte dunkle Streifen an den Körperseiten, vergrößerte (Fang-) Zähne fehlen, vorderer Kiemendeckel mit Schuppen bedeckt, Maulspalte kann bis zur Augenmitte reichen.

Laichzeit:

Ende April–Juni, nie unter 12–14 °C, keine Nestbewachung, mehrmaliges Laichen möglich, Geschlechtsreife zwischen dem 3. & 4. Lebensjahr bei 20–30 cm.

Lebensraum:

In großen stehenden Gewässern vorwiegend im Freiwasser, in Kanälen und kleinen Flüssen auch in Ufernähe anzutreffen. Hält sich fast ausschließlich in direkter Grundnähe auf.

Lebensweise:

Alleine und in Gruppen anzutreffen. Im natürlichen Verbreitungsgebiet (Einzugsgebiete der Donau, Wolga und Ural) immer in Koexistenz mit dem bei uns heimischen Zander (Sander lucioperca). In Niedersachsen bisher nur im Mittellandkanal und Elbe-Seitenkanal nachgewiesen.

Gefährdung:

Im juvenilen Stadium hauptsächlich Zooplankton, mit zunehmender Größe (ab ca. 4 cm) vermehrt Wirbellose (Makrozoobenthos). Geschlechtsreife Fische fressen Fisch, bis zu einer Länge von 25 cm aber weiterhin auch Wirbellose. Es werden so gut wie keine oberflächennahen Futterfische gefressen (bspw. Ukelei oder Rotfeder). Frisst im Vergleich zum heimischen Zander kleinere Futterpartikel.

Schutzmaßnahmen:

Gebietsfremde Art!
Jeder gefangene Wolgazander ist unbedingt zu entnehmen!
Keinesfalls darf der Wolgazander in ein anderes Gewässer verbracht werden!